| Weinladen | |
| Montag - Freitag | 10.00 bis 18.00 Uhr |
| Samstag | 10.00 bis 14.00 Uhr |
| Kulturcafé | ab 17. Mai |
| Montag - Sonntag | 10.00 bis 19.00 Uhr |
| Bei Veranstaltungen natürlich länger. | |
Ein kleiner persönlicher Rückblick
Als uns die Nachricht erreichte, dass Rainer und Christiane Barcikowski zusätzlich zu ihrem noch recht jungen Weinladen auch gleich noch die Gastronomie in der Orangerie des Klosters übernehmen wollen, waren wir zunächst völlig baff. Als hätten die beiden nicht schon genug um die Ohren. Aber es scheint Menschen zu geben, die es genießen, auf jeden Tag auf der Überholspur des Lebens zu verbringen. Und wer die beiden kennt, weiß ihre Gastgeberqualitäten mehr als zu würdigen. Keine Frage für uns, mit Mann und Maus, Kind und Kegel den Weg aus Braunschweig in das „Land ohne Sorgen“ – so nennen die Einheimischen den Landkreis Oder Spree – auf uns zu nehmen.
Um eines vorweg zu nehmen: Es hat sich gelohnt. Ein solch wundervolles Wochenende mit so viel Herzlichkeit genießen zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes, das lange, lange in Erinnerung bleiben wird.
Das Klostergelände und auch den Weinladen kannten wir bisher nur von Bildern. Das alles „live und in Farbe“ zu sehen, hatte seinen ganz besonderen Charme. Den liebevoll eingerichteten Laden in der alten Kate muss man einfach von innen erleben. Es erscheint einem gar nicht wie ein Geschäft, sondern wie ein großes Wohnzimmer, das zum Verweilen einlädt. Und zufällig kann man dort das einkaufen, was Gaumen und Sinne in höchstem Maße streichelt.
Auch die Klosteranlage ist mehr als sehenswert. Der Barock der Stiftskirche erschlägt einen fast – zumal solch ausgeprägte barocke Formen nördlich der Donau so unverhofft auf einen einpreschen, dass es einem den Atem verschlägt. Unter einem Zisterzienserkloster, und als solches wurde Neuzelle einmal gestiftet, stellt man sich einen eher schlichten Sakralbau vor, der den Regeln des Ordens entspricht: Zisterzienser bauen im Tal an einem Fluss. Die Kirchenglocke hängt im Gebälk des Dachstuhls und wiegt nicht mehr als 500 Pfund. Der Gebetsraum ist auf das Wesentliche reduziert – allenfalls die roten Rippen in den Gewölben bilden farbliche Akzente.
Nicht so in der Diaspora zwischen Oder und Spree! In den Zeiten der Gegenreformation trotzte man sämtliche Regeln und trumpfte mit allem auf, was das Kunsthandwerk der damaligen Zeit für die Inneneinrichtung einer Kirche hergab. Und für ein stimmiges Gesamtbild versah man das Klostergelände gleich noch mit einer Gartenanlage, die ihresgleichen sucht – zumindest in dieser Gegend. Das alles hier zusammenzufassen, würde viel zu weit führen. Wer mehr wissen möchte, sollte an einer der hervorragenden Gruppenführungen über das Gelände und durch die Gebäude teilnehmen. Die 6,– Euro pro Person sind gut investiert. Wer sich im Vorfeld schlau lesen möchte, dem sei die freie Enzyklopädie Wikipedia und die Internetseite der Stiftung empfohlen.
Doch jetzt zum Kulturcafé. Lieber Rainer, was Du mit Deinem Team auf die Beine gestellt hast, ist sagenhaft. In der zweiten Maiwoche standen noch die Orangenbäume in der Orangerie, von Tresen, Stühlen, geschweige denn Deko, Gläsern, Tellern und Getränken keine Spur – und Pfingsten haben wir dort schon ein rauschendes Fest gefeiert. Dass Ihr Stil und Geschmack habt, zeigt sich einmal mehr an der Inneneinrichtung. Das ganze Ensemble des Kulturcafés fügt sich exzellent in den Barockgarten ein. Fast so, als wäre dort nie etwas anderes gewesen. Und Eure Getränkeauswahl ist sowieso über jeden Zweifel erhaben.
Pfingstsamstag und -sonntag gab es zusätzlich auch noch was „auf die Ohren“. Salsa, Merenque, Samba und Cha-Cha-Cha der achtköpfigen Latino-Band Cache waren ein würdiger Abschluss des Eröffnungstages, doch der absolute Höhepunkt war das Konzert von Angelika Weiz am Pfingstsonntag. Ihre Stimme begeisterte nicht nur das anwesende Publikum, sondern auch den anwesenden Kulturredakteur der Märkischen Oderzeitung.
Unser einmütiges Fazit: Wir haben an diesem Wochenende nur in zufriedene Gesichter geblickt. Und wenn hinter den Kulissen doch etwas nicht geklappt haben sollte, dann scheint es nicht durch die Fenster gedrungen zu sein. Euch gebührt ein dickes Dankeschön, wir kommen wieder. So werdet Ihr den Rest der Saison unter „Erfolg“ verbuchen können.
Anne, Finja & Micha
Sandra & Mirko
Jette & Matze
PS: Die Bestellung der großen Grappa-Flasche ist unser Ernst.
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| Geschafft – Das Team ist auch zufrieden. | Blaue Stunde aus dem Café heraus aufgenommen. | Da kann man sich ruhig mal in die Arme fallen. |
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| Angelika Weiz, der Star vom Pfingssonntag. | Die Zuschauer lauschen gespannt. Am Ende gab es stehende Ovationen. | Danke Anke – Herr Anke am Piano. |